FREUDE.

Am 4.4. erscheint mein neues Buch.

Es hat den Titel "Freude am Führen" - 

Ein Plädoyer für Leadership mit Leidenschaft.


Ich habe mir dieses Buch zum 20. Jahrestag meiner Zertifizierung als systemischer Wirtschafts-Coach geschenkt. Es ist kein nostalgisches Resümee, sondern eine robuste Sammlung von Erkenntnissen, an die ich vehement glaube und von deren langfristiger Gültigkeit ich überzeugt bin. 

In den kommenden Wochen werde ich ab und zu Leseproben posten und freue mich auf Echo und Feedback. Heute starte ich zum Thema "Ziel" und dem essentiellen Unterschied zu "Ergebnissen". 


"Ein Ziel ist eine realisierbare Vision. 

Ein Ergebnis ist ein KPI eines Ziels.


Auf den ungezählten Reisen zu meinen wunderbaren Kund*innen höre ich oft unfreiwillig, wie sich die Damen und Herren aus der Abteilung „Wichtig“ im Flugzeug oder im Zug gegenseitig ihre Excel-Sheets vorsingen, um die Bedeutung ihrer Ziele zu dramatisieren, die doch in Wahrheit „nur“ Ergebnisse sind. 

Und ich wünsche all den Mitreisenden von ganzem Herzen, dass sie sich die Bilder ihrer Ziele gegenseitig so faszinierend darstellen könnten, dass Kopf-Kino entsteht. (Da würde ich dann auch sogar freiwillig zuhören und mir nicht die herrlichen Bose-on-ear-Kopfhörer mit Noise-Reduction aufsetzen, die mir mein Schatzi zu Weihnachten geschenkt hat).


Vielleicht hilft ja die Geschichte von einer über 60 Jahre zurückliegenden Zeit, um zu verstehen, was den Unterschied zwischen Ziel und Ergebnis ausmacht. 


Damals, 1961, haben die Russen den ersten Menschen ins Weltall geschickt: 

Juri Gagarin hat in seiner Raumkapsel die Erde drei mal umrundet, sich auf seiner Fahrt russische Liebeslieder rauffunken lassen und ist als Held heil zurückgekehrt. Bei der NASA ist der Blues ausgebrochen und John F. Kennedy saß im Weißen Haus und musste sich was einfallen lassen, wie er die Belegschaft in Houston wieder mobilisiert. Am Ende des Nachdenkens hatte er zwei Optionen: 

Die USA werden bis zum Ende des Jahrzehnts die führende Weltraumnation der Welt. 

Oder: Die USA schicken bis zum Ende der 60er-Jahre einen Mann auf den Mond. 

(Dem damaligen Zeitgeist entsprechend hat er nicht gegendert.)


Der großartige Film „Hidden Figures“ hat immerhin spät aber doch den weiblichen Helden ein Denkmal gesetzt, indem er erzählte, wie drei afroamerikanische Physikerinnen die alles entscheidende Frage – die von den Männern gar nicht gestellt worden war – beantworteten: Wie kriegen wir die Jungs, wenn sie denn einmal da oben waren, wieder runter?

Am Beispiel dieser realisierbaren Vision „Wir bringen einen Menschen auf den Mond!“ zeigt sich der fundamentale Unterschied zwischen Ziel und Ergebnis. Hätte Kennedy die Parole mit der führenden Weltraumnation der Welt ausgegeben, 

wäre bis heute offen geblieben, wodurch dieses Ergebnis gerechtfertigt werden sollte. (Wer bleibt am längsten im Weltraum, wer baut die erste Raumstation, wer dreht die meisten Runden um die Erde, wer transportiert die meisten Astronaut*innen?

So aber hat Kennedy einen Menschheitstraum thematisiert, denn seit die Steinzeitmenschen rund ums Lagerfeuer saßen, war die Frage offen geblieben: 

Was ist da oben auf der silbernen Scheibe eigentlich los? 


Mit dem „Man on the Moon” hatten die Teams der NASA ein im wahrsten Sinn des Wortes motivierendes Ziel-Bild, das ich auch ab und zu in meinen Coachings benütze, wenn ich frage: 

Was ist denn in Analogie zu dieser Geschichte ihr Mann/ihre Frau auf dem Mond?

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